liegt im Landkreis Cham, Regierungsbezirk Oberpfalz, Bundesland Bayern, direkt an der Grenze zur Tschechischen Republik.

Einwohner ca. 6.800
Postleitzahl 93449
Telefonvorwahl 09972
Autokennzeichen CHA, WÜM
Höhe 514 m NHN
Fläche 101,16 km2
Gemeindeschlüssel 09372171

Entwicklung der Wirtschaft

Waldmünchen war vor der Landkreisreform 1972 ein eigenständiger Landkreis. Jedoch hielt sich das wirtschaftliche Leben während der Biedermeierzeit in Grenzen. Als im Jahre 1861 die sogenannte "Ostbahn" zwischen Nürnberg und Furth i. Wald eröffnet wurde und somit die Lokalbahn Waldmünchen - Cham verkehrte, war dies auch ein Faktor der die Wirtschaft angekurbelt hat.

Nach dem 2. Weltkrieg stiegen die Einwohnerzahlen im grenznahen Raum, wodurch Not an Wohnungen bestand. Dadurch setzte eine rege Bautätigkeit ein. Viele Baumaßnahmen der Industrie, der Öffentlichen Hand und auch neue Betriebe trugen zum stetigen Wirtschaftsaufschwung bei. Nach der Gebietsreform wurde Waldmünchen in den Großlandkreis Cham eingegliedert.

Waldmünchen als Arbeits- und Wirtschaftsstandort

Neben der Landwirtschaft haben sich die Menschen in und um Waldmünchen ihr tägliches Brot ursprünglich vor allem im Bereich der Holzverarbeitung und auch in der Glas- und Textilindustrie verdient. Dies war aufgrund der vorhandenen Ressourcen sowie der Produktionsmöglichkeiten auch nahe liegend. Mit fortschreitender Globalisierung und Industrialisierung konnte sich auch in Waldmünchen die wirtschaftliche Vielfalt ausweiten. Wenngleich unser Wirtschaftsstandort dabei vereinzelt mit Faktoren am Markt konfrontiert wurde, auf die wir alleine keinen Einfluss haben konnten - wie etwa der Bereich der Textilindustrie zeigt.

Eines jedenfalls steht fest: an Fleiß, an Einsatzwillen und an der Leistungsbereitschaft der Menschen in unserer Region hat es nie gemangelt - sie waren und sind auch künftig der sichere Garant für eine stabile wirtschaftliche Basis. Unsere ansässigen Firmen mit insgesamt 1.800 Beschäftigten bestätigen dies gerne. Den Unternehmen gilt auch unser Dank und Respekt für die großartige unternehmerische Leistung am Wirtschaftsstandort Waldmünchen.

Wir können dankbar feststellen, dass derzeit in Waldmünchen hochwertige Produkte, wie z.B. Steuerungsanlagen für Schneekanonen, Fahrwerke für den Automobilrennsport, Feuerlöscher, hochwertige Küchen und auch leistungsfähige Abschleppfahrzeuge hergestellt werden.

Zudem können wir die interessante Feststellung machen, dass gerade in jüngster Zeit heimische Rohstoffe und eigene Ressourcen eine beachtliche Aufwertung erfahren, die wir auch als Entwicklungsperspektive zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen nach besten Kräften nutzen werden.

Mögliches Mittelzentrum (E)

Die Stadt Waldmünchen ist im Regionalen Planungsverband, Region 11 als "Mögliches Mittelzentrum (E)" eingestuft.

Waldmünchen erfüllt für die Bevölkerung im Einzugsbereich in vollem Umfang die Versorgungsaufgaben. In den Bereichen Bildungswesen, gesundheitliche Versorgung, Einzelhandel und bei der Bereitstellung von Arbeitsplätzen wird in Waldmünchen ein ansprechendes Angebot vorgehalten.

Als staatlich anerkannter Luftkurort weist Waldmünchen einen Tourismus von erheblicher Bedeutung auf. Hierzu bietet auch der in Stadtnähe gelegene Perlsee gute Voraussetzungen.

Durch die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Waldmünchen/Höll erfüllt Waldmünchen zusätzlich eine wertvolle Brückenfunktion zwischen Ost und West. Dies wird mit der Zuweisung einer regionalplanerischen Funktion "Grenzübergang" im Regionalplan zum Ausdruck gebracht. Hierdurch soll für die weitere Entwicklung der Stadt ein Hinweis gegeben werden, um für die Sicherung und den Ausbau dieser überregional bedeutsamen Funktion Sorge zu tragen.

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