liegt im Landkreis Cham, Regierungsbezirk Oberpfalz, Bundesland Bayern, direkt an der Grenze zur Tschechischen Republik.

Einwohner ca. 6.700
Postleitzahl 93449
Telefonvorwahl 09972
Autokennzeichen CHA, WÜM
Höhe 514 m NHN
Fläche 101,16 km2
Gemeindeschlüssel 09372171

Grenzland- und Trenckmuseum

Logo Museum

Grenzland- und Trenckmuseum Waldmünchen öffnet nach der Winterpause wieder seine Pforten

Ab Samstag, 19. März startet das Grenzland- und Trenckmuseum Waldmünchen in die Museumssaison 2022 und kann wieder dienstags, samstags, an Sonn- und Feiertagen jeweils von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Die Dauerausstellung ist erlebnisreich gestaltet. Im Erdgeschoss erwartet Besucherinnen und Besucher ein Streifzug durch die bewegte Geschichte. Interessante Entdeckungen können zu Themen wie „Hausindustrie“ und „Waldarbeit“, „Glasherstellung“ und „Auswanderung“ gemacht werden. Auch an das „Café Feichtmayr“, eine ehemalige Waldmünchener „Institution“ der Begegnung, wird mit einer eigenen Ausstellungseinheit erinnert.

Das erste Obergeschoss ist dem Schwerpunkt „Grenze“ gewidmet. Spannende Inszenierungen und interessante Objekte erzählen Geschichten von Grenzverkehr, berühmten Reisenden und Schmuggel, von bewegenden „Grenzerfahrungen“ nach Flucht und Vertreibung und natürlich von der Zeit, als der „Eiserne Vorhang“ die Menschen diesseits und jenseits der Grenze trennte. Auch die Zeit um 1990, als der „Eiserne Vorhang“ fiel, wird wieder lebendig.

Im zweiten Obergeschoss kann man erkunden, warum sich Waldmünchen als „Trenckstadt“ bezeichnet. Hier begegnet man „Franz Freiherr von der Trenck“ und seinen Panduren. Diese Abteilung geht auf die Hintergründe des Trenckfestspiels im Österreichischen Erbfolgekrieg ebenso ein wie auf die Anfänge und Entwicklung des Festspiels.

Im „Swarovski-Keller“ sind funkelnde Glasobjekte zu bestaunen.

Bis zum Frühsommer gibt es außerdem noch Gelegenheit, die Ausstellung „lose Zeit“ zu sehen. Der in Kritzenast bei Waldmünchen lebende Künstler Michael Schrattenthaler präsentiert Modelle, Objekte und Installationen, die die Raumsituation im Dachgeschoss des denkmalgeschützten ehemaligen „Schergenhauses“ miteinbeziehen.

Ehrenamtlich Aktive setzen im Grenzland- und Trenckmuseum, das eines von mehr als 30 Museen im Landkreis Cham ist, wichtige Akzente. Der Verein Grenzland- und Trenckmuseum Waldmünchen e. V. unterstützt die Stadt als Museumsträger tatkräftig beim Betrieb, zum Beispiel mit Führungen, Kinderaktionen oder der Planung weiterer Sonderausstellungen.

Bitte aktuelle Corona-Hinweise beachten:
https://www.landkreis-cham.de/aktuelles-nachrichten/coronavirus

Grenzland- und Trenckmuseum, Schlosshof 4, 93449 Waldmünchen
Geöffnet ab 19.03. Dienstag, Samstag, Sonntag und Feiertage 14 -17 Uhr
Info: Stadt Waldmünchen, Marktplatz 14, 93449 Waldmünchen
Tel. 09972/307-25, tourist@waldmuenchen.de, www.waldmuenchen.de


Die Entstehung des Museums

Die Stadt Waldmünchen, Luftkurort im Bayerischen Wald, hat am Freitag, den 16. November 2001 im historischen "Schergenhaus" das neue "Grenzland- und Trenckmuseum" eröffnet.

Das "Grenzland- und Trenckmuseum" bereichert die vielfältige Museumslandschaft im Landkreis Cham um ein weiteres Spezialmuseum mit unverwechselbarem Charakter. Es präsentiert auf drei Stockwerken Interessantes, Wissenswertes und vor allem Anschauliches zu den Schwerpunktthemen "Leben an der Grenze" und "Trenck der Pandur", der während des Österreichischen Erbfolgekriegs im Dienst der Kaiserin Maria Theresia Waldmünchen belagerte. Hier erinnert seit 1950 das bekannte Freilichtfestspiel an diese historische Begebenheit.

Die Stadtgeschichte Waldmünchens war und ist von der besonderen Lage an der Landesgrenze geprägt. Die Beziehung zu den Nachbarn, ob Grenzverkehr und Handel oder Krieg und Feindschaft, bestimmte die Entwicklung der Stadt immer in hohem Maße. Seit 1990 haben sich nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" und der Grenzöffnung zu Tschechien neue Chancen und Perspektiven eröffnet. Das Museum veranschaulicht diese Entwicklungen in der Sequenz "Leben an der Grenze".

Für die optimale Präsentation der Exponate, Bilder und Informationstafeln haben die Museumsgestalter eine spezielle, auf die einzelnen Räume bzw. Themen zugeschnittene "Museumslandschaft" installiert. Die Ausstellungseinheiten sind überwiegend "szenisch" präsentiert: umgeben von lebensgroßen Fotos fühlt sich der Besucher in die entsprechende Zeit und Umgebung versetzt. An geeigneten Stellen wird der Eindruck verstärkt durch Ton, Film, Lichteffekte und Computertechnik.

Die Vereinsmitglieder des 1977 gegründeten Museumsvereins leisten ehrenamtliche Kassen- und Führungsdienste zum reibungslosen Ablauf des Museumsbetriebs. Außerdem sorgten sie für die kompletten im Museum zu sehenden Exponate.

Das Museum bietet nicht nur Informationen, sondern auch eine abwechslungsreiche und lebendige Reise in die Geschichte, modern und ansprechend präsentiert. Der Rundgang durch das Museum soll für den Besucher zum Erlebnis werden.

Virtuelle Rundgänge auf den verschiedenen Etagen:

Link zum virtuellen Rundgang Etage 1

Link zum virtuellen Rundgang Etage 2

Link zum virtuellen Rundgang Etage 3

Teilen: